Jehle-Stein
Wanderkarte Vorschlag Nummer 15
Am "Kurhaus Trifels" findet sich bereits ein Wegweiser zum Jehle-Stein
Das nächste Hinweisschild macht auf den schmalen
Pfad aufmerksam,
der vom Hauptweg (Richard-Löwenherz-Premium-Wanderweg) abzweigt.

Von hier aus offenbart sich schon der kleine Platz vor dem Gedenkstein.

September 2014

März 2006
Zwei uralte, dicke Buchen bewahren die
kleine Terrasse am steilen Abhang vor dem Abrutschen.
Diese Bäume sind Zeugen einer lebendigen Vergangenheit auf diesem Plätzchen.


Juni 2007

Der Kreisverband pfälzischer Gemeindebeamten weihte am 1. Oktober 1922 den Jehle-Stein ein.
Die Feier fand um 11 Uhr auf der Terrasse des Erholungsheims statt.
Gedenktafel im Sandstein
Bei dieser Gedenktafel scheint es sich nicht um die ursprünglich angebrachte Tafel zu handeln.
Das Annweiler Tageblatt Nr. 230 vom 1. Oktober 1922 schreibt nämlich:
... Die Tafel ist in einen Felsblock eingehauen und trägt folgende Worte: 
Jehle 1878 - 1921
(Anmerkung: das Geburtsjahr ist falsch)
"Dem Schöpfer des großen Einigungswerkes bayer. Gemeindebeamten Josef Jehle in dankbarer
Anerkennung seines bahnbrechenden Wirkens! Der Kreisverband der pfälz. Gemeindebeamten."
"Der Wanderer, der im Bindersbacher Tal am Berghang entlang geht, wird möglicherweise ganz in der Nähe des "Landhaus Trifels" ein kleines Plateau mit einem großen Felsen entdecken, an dem eine Gedenktafel mit der Inschrift "Jehle 1878 - 1921" angebracht ist.
Wer aber war "Jehle"?
Josef Jehle war im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts zweifelslos die bedeutendste Persönlichkeit im Bereich der bayerischen Gemeindebeamten. Er wurde am 16. August 1876 in Günzburg an der Donau geboren, verbrachte seine Lehrjahre im Notariats- und Justizdienst in Günzburg, später im Verwaltungsdienst bei den Bezirksämtern in Sonthofen und Höchstädt an der Aisch. Nach dem aktiven Militärdienst kam Jehle zur Magistratskanzlei in München. 1899 bestand er die Stadt- und Marktschreiberprüfung als Bester unter 48 Prüflingen. Sein leidenschaftliches Eintreten für die Stellung und das Wohl der bayerischen Gemeindebeamte ließ ihn besonders in den Vordergrund treten. Er erkannte, dass Fortschritte nur zu erreichen waren, wenn anstelle zersplitterter Gruppen eine einheitliche Organisation treten würde. Es war ein Erfolg, als am 12. April 1908 der "Zentralverband der Gemeindebeamten Bayerns" gegründet werden konnte. Jehle war der Initiator und bald auch der Vorsitzende. Die Einrichtung der Gemeindebeamtenkammer als öffentlich-rechtliche Beamtenvertreteung erfolgte auf Betreiben Jehles im Jahre 1919. In ihren Wirkungsbereich wurde 1920 die Beamtenausbildung eingegliedert.
Jehle war ungemein fleißig, auch schriftstellerisch tätig, regte die Herausgabe der "Bayerischen Gemeinde-Beamten-Zeitung" an, wie er auch bei der Gründung des "Verbandes der Landgmeinden Bayerns" und der Herausgabe der Zeitschrift "Der Bayerische Bürgermeister" mitwirkte. Er ist Gründer des "Bayerischen Kommunalschriften-Verlags".

Der Jehle-Stein im April 1997
Im Oktober 2002 wurde eine zweite Gedenktafel auf dem Fels befestigt.

nach der Erneuerung im Februar 2003


Jehle hat sich um den Berufsstand der Beamten verdient
gemacht.
Damit er nicht in Vergessenheit gerät, setzten ihm die pfälzischen Gemeidebeamten
hier in Bindersbach ein einfaches, würdiges Ehrenmal.

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