Keschdewanderung
13. Oktober 2012

Freitags hatte es den ganzen Tag wie aus Kübeln gegossen;
doch samstags, genau rechtzeitig zu der in der Presse angekündigten
Wanderung "Wanderlust und Wissensdurst",
lachte die Sonne.
So versammelten sich kurz vor 14 Uhr 31 Wanderwillige auf dem Festplatz,
um gemeinsam zum Burgfels Anebos zu marschieren.

Doch zuvor verdeutlichte Rudolf Wild an seinem selbst gebastelten Modell
wie die Burg Anebos einmal ausgesehen haben könnte.

Gérard Salmon wies die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem Saarland darauf hin,
dass sie auf dem Berg jedoch nur noch der Burgfels,
den man hier vom Festplatz aus gen Himmel ragen sieht,
erwarten wird. Von der Burganlage ist nichts mehr zu sehen.

Natürlich weckte solch eine Ritterburg auch das Interesse der jungen Mitwanderer.

Kurz nach dem Abmarsch lies Gérard Salmon, 2. Vorsitzender des Bindersbacher Brauchtum e. V.,
die Gruppe aus einem besonderen Anlass auch schon wieder anhalten.

Der im August unter großer Anteilnahme der Bevölkerung aufgestellte Kerwebaum
sollte in den nächsten Minuten für dieses Jahr ausgedient haben.

Marc Welsch, 1. Vorsitzender des Brauchtumvereins,
nahm die Motorsäge zur Hand und brachte den Baum problemlos zu Fall.

Gut gelaunt ging es den Zick-Zack-Weg durch den Haagwald hinauf zur Schlossäcker.

Kurz vorm Erreichen des Parkplatzes versammelte Hobby-Heimatforscher Salmon die Gruppe
um den Grenzstein Nr. 47 aus dem Jahre 1777 bzw. 1544.

Die Zuhörer erfuhren Wissenswertes über den Bindersbacher Grenzverlauf
und das an Leinsweiler verlorene Gebiet.

Auf Burg Anebos wurde die inzwischen auf 33 Leute angewachsene Gruppe
von Heimatforscher Jochen Braselmann begrüßt.

Interesssant, spannend, anschaulich und für jedermann verständlich
gestaltete Jochen Braselmann den Rundgang auf "seiner Burg".
Auch die Kinder fanden es kein bisschen langweilig, was ihre Rückfragen bewiesen.






Die derzeitige Ausgrabungsstätte auf der Südseite des Burgfelsens: ein ehemaliger Steinbruch

Die Ausbeute des Tages von Jochen Braselmann und Peter Dienes.

Um all den historischen Stoff des Nachmittages besser verdauen zu können,
gab es dann auf dem Nachhauseweg an der Ahlmühle noch eine kleine Stärkung.

zurück zur Hauptseite "Bindersbacher Brauchtum e. V."